Aufgaben der Tagespflege

Rechtliche Grundlagen:

Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuallererst ihnen obliegende Pflicht. Diese Pflicht soll durch mich wahrgenommen werden. Hierbei handelt es sich um eine alters- und entwicklungsspezifische Erziehung. Die genauen Definitionen für den Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag finden sich im Kindertagesförderungsgesetz Mecklenburg-Vorpommern (KiföG M-V).

Betreuungsvertrag:

In diesem Vertrag sind neben Vollmachtsvordrucken, z.B. für Arztbesuche in Notfällen oder abholberechtigte Personen, alle zu berücksichtigenden Punkte angesprochen. Der Vertrag ist für Sie als Eltern und mich als Tagespflegeperson eine wichtige Unterlage, in dem die wichtigsten Rahmenbedingungen des Betreuungsverhältnisses schriftlich festgehalten werden. Jederzeit können zusätzliche Vereinbarungen und Absprachen getroffen werden.

Eingewöhnungs- und Abschiedsphase:

In der Eingewöhnungszeit lernt Ihr Kind meine Familie, das Haus, den Tagesablauf und die Umgebung kennen. Dies geschieht natürlich in Ihrem Beisein als Bezugsperson.
Die Eingewöhnung dauert in der Regel zwei Wochen, kann aber nach den individuellen Bedürfnissen des Kindes verlängert oder verkürzt werden. Es wird eine stundenweise Eingewöhnung stattfinden. Natürlich kann Ihr Kind seinen persönlichen Tröster, z.B. Kuschelwindel etc. mitbringen. Wenn ihr Kind den Eindruck vermittelt, dass es sich nach den ersten Trennungsversuchen wohlfühlt, kann die Eingewöhnungszeit beendet werden.
Wenn die Betreuungszeit ihres Kindes bei mit endet, ist es für mich wichtig, dass die Kinder auf den Abschied und die Veränderung vorbereitet werden. Dies geschieht altersabhängig und wird z.B. durch ein Abschiedsfest begleitet.

Leben in zwei Familien:

Ihr Kind lebt in zwei Familienerlebniswelten. Daher ist es wichtig für Sie zu wissen, in welchem Klima ihr Kind betreut wird und für mich, wie das Zuhause und der allgemeine Alltag ihres Kindes beschaffen ist, um mich auf ihr Kind einzustellen und es verstehen zu können. Mir ist wichtig, dass wir als Bezugspersonen Ihres Kindes eine rege und ehrliche Kommunikation untereinander führen. Nur wenn es zwischen uns keine Unklarheiten gibt, kann es zu einem positiven Pflegeverhältnis kommen.

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